Uni Bonn ist Heimat des jüngsten Mathe Profs des Landes

(v.l.n.r.): Kanzler Dr. Lutz und Rektor Prof. Hoch stoßen mit Preisträger Prof. Peter Scholze und Forschungs-Prorektor Prof. Andreas Zimmer an; Foto: Barbara Frommann / Uni Bonn

Mathe gehört zu den wohl meist gehassten Fächern der deutschen Schüler. Wie viele von uns haben sich während der Schule abgemüht, um grade über die Runden zu kommen. Deswegen ist das Studienfach Mathe sicher auch für die meisten nicht die erste Wahl. Prof. Dr. Peter Scholze ist gerade mal 27 Jahre alt und gehört jetzt schon zu einem der größten seines Faches. Für seine Arbeiten erhielt er jetzt den renommierten 19.

3 Semester Bachelor und dann in 2 Semestern den Master

Prof. Dr. Peter Scholze; Foto: Dr. Astrid Slizewski / Uni Bonn

Prof. Dr. Peter Scholze; Foto: Dr. Astrid Slizewski / Uni Bonn

Solange verbrachte Peter Scholze als Studenten an der Universität Bonn, danach folgte die Promotion und die Habilitation. Geboren wurde er 1987 in Dresden und wuchs dann in unserer Bundeshauptstadt Berlin auf. Von der neuen Bundeshauptstadt in die alte Bundeshauptstadt zum Studieren und Arbeiten. Zwischenstopps legte er noch in anderen internationalen Zentren der Mathematik, unter anderem in Paris und Harvard, ein. Als Professor für Mathematik am Hausdorff Center der Universität Bonn wurde er 2012 berufen. Somit ist er der jüngste W3-Professor Deutschlands. Neben dem Gottfried Wilhelm Leibniz Preis hat er bereits andere wichtige wissenschaftliche Preise erhalten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die in Bonn sitzt, verleiht ihm diesen Preis aufgrund seiner herausragenden Arbeiten im Bereich der arithmetischen und algebraischen Geometrie. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und danke meinem akademischem Lehrer Prof. Rapoport für seine jahrelange Unterstützung. Ich bin auch meinen Kollegen für die gute Zusammenarbeit dankbar und natürlich meiner Frau“, so Prof. Dr. Peter Scholze.

Was ist der Gottfried Wilhelm Leibniz Preis denn?

Der Gottfried Wilhelm Leibniz Preis, der eigentlich Förderpreis für deutsche Wissenschaftler im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft heißt, wird jedes Jahr an 10 verschiedene Wissenschaftler verliehen, die in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen arbeiten. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2,5 Millionen Euro pro Preisträger dotiert. Dieses Preisgeld muss innerhalb der nächsten sieben Jahre zu wissenschaftlichen Arbeiten eingesetzt werden und soll dabei idealerweise den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Der Preis wird seit 1986 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verliehen. Peter Scholze ist der jüngste Preisträger des Leibniz-Preises.

Universität Bonn dieses Jahr zwei Mal vertreten

Prof. Dr. Frank Bradke; Foto: DZNE / Laubertphoto

Prof. Dr. Frank Bradke; Foto: DZNE / Laubertphoto

Neben Peter Scholze erhält auch Prof. Dr. Frank Bradke, der am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) arbeitet und nebenbei Professor für Neurowissenschaften an der Universität Bonn ist, den Gottfried Wilhelm Leibniz Preis. Er erhält den Preis für seine erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der regenerativen Neurobiologie. „Der Leibniz-Preis ist eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diese Auszeichnung wird unserer Gruppe ganz neue Möglichkeiten eröffnen, um unsere Forschung weiterzuführen“, so Franz Bradke, nachdem er von der Auszeichnung erfuhr. Zu einer der ersten Gratulanten gehörten natürlich auch der Rektor und der Kanzler der Universität, Prof. Dr. Michael Hoch und Dr. Reinhardt Lutz, die sich mit den beiden über die Auszeichnung und Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Arbeit freuten. Verliehen wird der Preis dann übrigens am 1. März 2016 in Berlin.

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