Ein Spiel aus Qualität, Lebensfreude und Blödsinn
Bild: GOP

Ein Spiel aus Qualität, Lebensfreude und Blödsinn

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Bang Bang“ heißt die neue Show im GOP Bonn, und sie ist in der Tat ein Knaller. Comedy-Einlagen, eine gelungene Musikauswahl und Akrobatik lassen zwei Stunden wie im Flug vergehen.

Musik erklingt, Gespräche verstummen und die Aufmerksamkeit wandert auf die nun hell erleuchtete Bühne. Bereits die ersten paar Minuten lassen erkennen: dieses Ensemble ist ein eingespieltes Team. Die Artisten sind voller Energie und konzentriert bei der Sache. Bereits die ersten Szenen erheitern das Publikum. Wie ein roter Faden ziehen sich anschließend einige Comedy-Elemente durch das Stück. So zum Beispiel der zerstreute Spanier Xevi Casals mit seiner Kamera, der sich immer wieder an der gleichen Lampe den Kopf stößt. Zudem schwärmt er für die Akrobatin Jade Morin und scheint zwei linke Füße und Hände zu haben. Auch das tollpatschige aber harmonische Pärchen, bestehend aus Becky Priebe und Philippe Thibaudeau, lockert die Stimmung. Mit Eifersuchtsszenen, Tennisspielen und Situationskomik sorgt es für viele Lacher.

Aber was wäre Varieté ohne Akrobatik?

Neben der lockeren Unterhaltung kommt die Akrobatik nicht zu kurz. Da gibt es Handstandakrobatik vom Feinsten, dargeboten von Danielle Saulnier und eine Diabolo-Vorstellung von Stefan Bauer. Doch das ist erst der Anfang. Die Artisten scheinen sich in der Luft wohl zu fühlen, und so turnen sie munter an Trapez, Tüchern, Kleiderständer und einer Swinging Pole. Das Publikum hält mehrmals gespannt die Luft an, um dann nach einer besonders eindrucksvollen Figur in erleichterten Applaus auszubrechen. Denn wenn Charlotte Gangnon in luftiger Höhe an einem Tuch hängt, oder sich von ihrem Partner Ian Labelle durch die Luft werfen und wieder auffangen lässt, schlagen erst einmal die Herzen höher. Weniger risikoreich, aber dafür mindestens ebenso elegant bewegt sich Anna Ward im Cyr (eine Art riesiger Hola Hoop Reifen) in dem sie sich dreht, dass einem schwindelig werden könnte. Eine eindrucksvolle Vorstellung bietet auch der glitzernde Simon-James Reynolds, der gekonnt an einer Stange tanzt – natürlich in der Luft und mit hohen Absätzen.

Bunt, lebensfroh und total schräg

Eine bunte Gruppe steht dort auf der Bühne. Ein Großteil der Artisten ist aus Kanada, ging dort zusammen auf die Zirkusschule in Montreal – und steht jetzt hier mit einem gemeinsamen Programm auf der großen Bühne. Die Freundschaften spiegeln sich in der harmonischen Zusammenarbeit auf der Bühne wieder. Zu einer gelungenen Auswahl an Liedern werden Choreographien auf dem Boden und in der Luft präsentiert, mal alleine, mal zu zweit. Ein stimmiges Showkonzept, das man sich gerne anschaut. Das unter der Regie von Anthony Vinesse entstandene Werk läuft bis zum 30. Juni im GOP in Bonn.

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