„Realistisch sind zwei bis drei Jahre“ – über die Sperrung des 3.OG
Bild: Benjamin Westhoff

„Realistisch sind zwei bis drei Jahre“ – über die Sperrung des 3.OG

Der dritte Stock im Hauptgebäude der Universität wird nicht wieder in Betrieb gehen. Unter anderem der Brandschutz reicht dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) nicht mehr aus, das weiß mittlerweile ein großer Teil der Studierenden. Aber wie konnte es zu dieser unkoordinierten Sperrung kommen? Und wie geht es jetzt weiter? Das versuchen wir hier nachzuvollziehen.

Was ist passiert?

Letzte Woche haben wir dazu Pressesprecher Andreas Archut interviewt und Benedikt Hufnagel von der Fachschaft GeKoSka in das Studio eingeladen. Benedikt prangert vorrangig die mangelnde Kommunikation seitens der Universität an. Transparenz und eine Verbreitung der Informationen über Social-Media hätte seiner Ansicht nach enorm geholfen. So bleibt festzuhalten: Nach der E-Mail des BLB an die Universität am 17. Dezember wird das Lehrpersonal am Tag vor Weihnachten, Studierende bis zum 02.01. gar nicht über die Situation informiert. Benedikt betont im Interview, die Schuld sei nicht alleine bei der Universität oder der Verwaltung zu suchen und dass alle Beteiligten grundsätzlich über den baldigen Auszug informiert waren. Es war allerdings niemand darauf vorbereitet, dass Anfang Januar schon Schlösser im dritten Stock ausgetauscht wurden. Der Grund für die sofortige Unzugänglichkeit der rund 100 Räume liegt vor allem an einem Sachverhalt: Der von der Uni geplante Zeitpunkt des Auszuges zum Sommersemester war dem BLB nicht schnell genug. Pressesprecher Archut rechnet auf Nachfrage von bonnFM mit einer möglichen Renovierungszeit von „zwei bis drei Jahren“, verweist allerdings auch auf die Unberechenbarkeit anderer öffentlicher Baustellen (Tiefgarage der Universität, Viktoriabrücke). Auch das zweite und erste Obergeschoss müssen in den nächsten Jahren renoviert werden, daran führt kein Weg vorbei.

Für wen ist die Schließung problematisch?

Die Vorlesungen sind seit der zweiten Januarwoche in die Römerstraße 164 ausgelagert.

Für die wissenschaftlichen Mitarbeiter wiegt der Schaden allerdings in den Augen vieler noch schwerer als für Studierende.
Die Büros, die wegfallen, sind nur mit Sicherheitsdienst und nicht länger als 10 Minuten zu betreten und Ersatzräumlichkeiten nicht unmittelbar verfügbar.

Die Lösung der Universität: Ähnlich zu den Vorlesungen werden auch hier in der Römerstraße Büros bereitgestellt, für den Rest der Mitarbeiter gibt es die Möglichkeit des Home-Office.


„Viel machen können wir leider nicht“, sagt Benedikt am vergangenen Dienstag. Trotzdem planen die Fachschaften in den nächsten Tagen und Wochen Aktionen, um unter anderem auf die geschlossenen Bibliotheken aufmerksam zu machen. Das Rektorat hat als Reaktion darauf in einer Pressemitteilung und Gesprächen mit den Studierenden bereits die Einrichtung neuer Kommunikationswege angekündigt. An diesem Dienstag fanden interne Gespräche mit dem Rektor statt, am Mittwoch wurde ein Teil der Fakultätsratssitzung der betroffenen Fakultäten öffentlich gemacht.

Wie geht es jetzt weiter?

Für die bisher geschlossenen Bibliotheken gibt es erste Lösungen. So sollen Bestände in anderen Bibliotheken zugänglich gemacht werden.

Wichtig ist der Termin am 22.01. um 18 Uhr in Hörsaal 17. Dort findet eine Vollversammlung aller Studierenden statt, die von der Sperrung des 3.OG betroffen sind.  Dort werden kurz- und langfristige Ziele vorgestellt und es besteht die Möglichkeit, einen Brief der an die Landesregierung NRW geht, zu unterschreiben.

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