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Bild: bonnFM

Weltstar auf dem Campus-Festival in Konstanz – Doch überzeugt hat jemand anderes

Verbesserte Organisation, zwei Mainstages im Wechsel und volle Menschenmengen vor den Bühnen: Eindrücke vom Campus Festival Konstanz 2026.

Ich stehe in einer Menschenmenge. Um mich herum höre ich Jubelschreie und sehe gleichzeitig enttäuschte Gesichter. Gerade hat Paris Saint-Germain das Champions League Finale gewonnen. Doch eigentlich ist keiner wegen des Fußballs hier. Plötzlich setzt sich die Menge in Bewegung. Es ist eng, aber die Stimmung ist gut. Ich bin mittendrin auf dem Campus-Festival in Konstanz. Im Hintergrund singt Zartmann „Tau mich auf“, alle klatschen an der richtigen Stelle mit. Doch wir sind auch nicht wegen Zartmann hier. Wir warten am Eingang des Wellenbrechers auf jemand anderen…

Die Organisation läuft dieses Jahr besser

Es sind weniger Besucher*innen als sonst auf dem Campus-Festival Konstanz. Selbst kurz vor Festivalbeginn waren noch Tickets erhältlich. Ein möglicher Grund dafür könnte die massive Kritik an der Festivalorganisation im letzten Jahr sein. Bemängelt wurden unter anderem extremes Gedränge vor den Wellenbrechern, lange Wartezeiten und ein Sicherheitskonzept, das an sein Grenzen stieß.  Der Bühnenaufbau ist auch dieses Jahr weitgehend gleichgeblieben. Die beiden Main Stages stehen nebeneinander und teilen sich einen Wellenbrecher. Wer einmal vorne angekommen ist, kann direkt von einem Konzert zum nächsten wechseln. Allerdings gibt es diesmal mehr Security-Personal, das für Ordnung sorgt.  Neu ist auch das Zugangskonzept: Im Gegensatz zum Vorjahr müssen die Besucher*innen nach jeweils zwei Auftritten den vorderen Bereich verlassen und sich erneut anstellen. So soll verhindert werden, dass Fans stundenlang die erste Reihe blockieren. Stattdessen bekommt jeder die Chance, bei seinem Lieblingsact ganz vorne zu stehen.

Sean Paul ist Headliner – doch die meisten freuen sich auf jemand anderen

Am Freitagabend steht Sean Paul als Headliner auf der Bühne. Der jamaikanische Musiker und Grammy-Gewinner zählt zu den bekanntesten Künstlern des Line-ups. Bei seinem Auftritt performt er Hits wie „Temperature“ und „Get Busy“.  Die Show bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die beiden Background-Tänzerinnen ziehen zeitweise mehr Aufmerksamkeit auf sich als der Reggae-Star selbst. Der wirkt eher passiv.  Für viele Festivalbesucher*innen ist bereits seine Anwesenheit eine Überraschung. Mit seinem internationalen Bekanntheitsgrad hebt er sich deutlich von den übrigen Künstler*innen des Festivals ab.  Ich höre mich auf dem Gelände um: Auf wen freuen sich die Menschen am meisten? Sean Paul wird häufig genannt. Doch ein Name fällt noch öfter. Sie ist diejenige, auf die alle warten, sie ist DAS Highlight des Festivals: Ikkimel.

Ski Aggu und Ikkimel performen trotz Trennung gemeinsam

Nachdem Zartmann sein letztes Lied gespielt hat, werden die Menschenmassen vor dem Eingang zum ersten Wellenbrecher hineingelassen. Die letzten beiden Acts des Festivals stehen bevor.  Zunächst spielt Makko. Mit seinen ruhigeren Songs sorgt er für einen Kontrast zum weiteren Abendprogramm. Nach seinem Auftritt strömen die Besucher zur benachbarten Bühne, wo Ikkimel wartet.  Doch schon nach dem ersten Song drängen sich vor allem Gruppen junger Frauen wieder Richtung Ausgang. Es ist zu eng. Wie im letzten Jahr. Die Rapperin performt vor allem Songs ihres zweiten Studioalbums „POPPSTAR“ und sorgt damit für aufgeheizte Stimmung. Beim Song „Deutschland“ kommt Ski Aggu als Überraschungsgast auf die Bühne. Nur wenige Stunden zuvor hatte er selbst noch auf dem Festivalgelände gespielt. Trotz ihrer Trennung stehen die beiden an diesem Abend gemeinsam auf der Bühne.  

Als in der Nacht die letzten Besucher das Gelände verlassen, ist das Campus-Festival 2026 Geschichte. Jetzt bleibt die Vorfreude auf das nächste Jahr: Die Early-Bird-Tickets für das Festival 2027, das am 28. und 29. Mai im Bodenseestadion stattfinden wird, sind schon jetzt ausverkauft.

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