Begeistertes Mitnicken und Fußwippen: Der Jazzchor der Uni Bonn überzeugte mit swingenden Moves und einem vielfältigen Programm

BIld: Jana Hambitzer / bonnFM

Ob poppig, ruhig oder swingend: Der Jazzchor der Uni Bonn begeisterte bei seinem Semesterabschlusskonzert mit ausdrucksstarken Stimmen und einer Vielzahl von unterschiedlichen Stücken. bonnFM war für euch mit dabei und fasst die Highlights des Abends zusammen.

„Wenn ich ein Vöglein wär'“ hieß das erste Stück, mit dem der Jazzchor der Uni Bonn am Mittwochabend das Konzertprogramm eröffnete und damit gleich zu Beginn bewies, dass dem Publikum ein stimmgewaltiges Gesangserlebnis bevorstand. Unter der Leitung von Jan-Hendrik Herrmann gab der Jazzchor auf der Bühne eine wirklich sehr gute Performance ab und überraschte mit stimmlicher Intensität. Nach dem ruhigen Auftakt merkte man beim zweiten Stück „Strings In The Earth and Air“, das durch an- und abschwellende Harmonien etwas experimentell anmutete, wie gut die einzelnen Mitglieder des Chores aufeinander eingestimmt waren. Weibliche und männliche Stimmen ergänzten sich hervorragend und erzeugten eine starke, harmonische Klangfarbe. Zwei Mitglieder des Chores führten als Moderatoren mit lockeren Sprüchen durch den Abend, stellten die einzelnen Stücke vor und erzählten Anekdoten und Hintergrundinfos zu den vergangenen Proben.

Hervorragende Solisten

Dass die einzelnen Mitglieder des Jazzchores gesanglich einiges drauf haben, zeigte sich in  verschiedenen Solo-Beiträgen im Laufe des Konzerts. Bei dem jazzigen Stück „Gershwin Trio“ glänzte Antje Bakker als Solistin, kurz danach sorgte Charlotte Thönessen mit ihrer Darbietung von „Lush Life“ am Keyboard für Gänsehautstimmung. Insbesondere bei den bekannteren Stücken, wie „Fever“, holte der Jazzchor das Publikum regelmäßig ab, was sich durch begeistertes Mitnicken und Fußwippen äußerte. Der Spaß, den die Sänger auf der Bühne versprühten, übertrug sich auch auf das Publikum. Mit einem „Lady Gaga Medley“ verabschiedete sich der Chor mit einer poppigen Einlage in die Pause.

Highlights in der zweiten Hälfte

Die zweite Hälfte des Konzerts begann gleich mit einem Highlight: Der Jazzchor performte „Royals“ von Joel Little und Ella Yelich-O’Connor und brachte mit coolen Posen und rythmischem Schnipsen sogar eine kleine Choreographie auf die Bühne. Eindrucksvoll war auch das Männerensemble bestehend aus David Roshto, Florian Büttner, Jonathan Brose, Felix Rossmann, Stephan Hartmann und Matthias Vonolfen. Zu sechst sangen sie Matt Corbys „Monday“ und lieferten mit ihren sehr unterschiedlichen, aber toll miteinander harmonierenden Stimmen, eine beeindruckende Darbietung. Zwischendurch sorgte das Moderatorenduo mit witzigen Fragen und Sprüchen für Lacher und stellte somit einen guten Publikumskontakt her. Mit „Lioness Chant“ ging es zum Schluss auf der Bühne durch Trommel-Begleitung nochmal richtig ab, bevor der Jazzchor mit „Skyfall“ als Zugabe noch einen oben drauf legte und zeigte, dass sich die Arbeit des vergangenen Semesters mehr als gelohnt hatte: Der Jazzchor war auf jeden Fall „afire“.

Wer das erste Konzert verpasst hat, kann den Jazzchor noch an zwei weiteren Terminen erleben. Am Freitag, den 21.07. um 19.30 Uhr in der Trinitatiskirche in Endenich oder am Sonntag, den 23.07. um 16:30 Uhr im Augustinum Bonn. Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn, der Eintritt ist frei, um Spenden wird aber gebeten.

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