2025 hat das Studierendenparlament insgesamt 12 Mal getagt und am 19. Januar starten die nächsten Wahlen. Über die Zusammensetzung und die zwei wichtigsten Debatten des vergangenen Jahres berichtet unser bonnFM Reporter Jan Kandyba.
Auch im Jahr 2025 wurden viele Themen diskutiert. Oft war sich das SP (Studierendenparlament) der Bonner Uni einig – manchmal aber auch nicht.
Zusammensetzung
Die Zusammensetzung des Studierendenparlaments ergab sich Anfang 2025 wie folgt:

(Bild: SP)
Die LP (Liste Poppelsdorf) tat sich nach der Wahl mit der JLGL (eine Liste bestehend aus den JuSos, der Jugendorganisation der SPD, und der LGL, der Links-Grünen Liste). Zum AStA-Vorsitz wurde Sean Bokowski (LP) gewählt. Zu den stellvertretenden Vorsitzenden wurden Anfang der Legislatur Jolanda Weygandt (LP) und Janna Reif (JLGL). Diese sind im Laufe der Legislatur zurückgetreten. An deren Stelle traten Luc Augustin (LP), Katharina Axtmann (LP) und Felix Blanke (LP).
Fachschaftswahlen
Letztes Jahr gab es mehrere Änderungen der Wahlordnung für die Wahlen der Fachschaftsvertretungen und Fachschaftsräte. Die wichtigste Änderung ist, dass Studierende mehrerer Fächer (zum Beispiel durch Fachkombinationen oder Lehramt) ab diesem Jahr bei mehreren Fachschaften wählen können.
Geld und Kürzungen
Dieses Jahr musste die Universität Bonn gleich doppelt über Kürzungen debattieren. Zum einen über die Kürzungen aus dem NRW-Haushalt – Rund 120 Mio. Euro werden aus der Grundfinanzierung der NRW-Hochschulen gestrichen. Hier könnten die vom AStA und SP mitgetragenen Proteste was bewirkt haben – die Kürzungen waren am Anfang der Debatte auf rund 150 Mio. Euro angesetzt.
Zum anderen tauchten einige Berichte über Geldprobleme an der PhilFak (Philosophische Fakultät) auf. Darüber sprach auch Prof. Adrian Hermann im SP bei einem spontanen Besuch. Als damals neuer Prodekan der PhilFak erklärte er, dass es Probleme mit der Verteilung der Gelder auf verschiedene Töpfe und auch die Bindung der Gelder an viele Professor*innen Finanzierungsengpässe bereitet. Es fehle der Fakultät laut Hermann eine Übersicht über die Verwendung der eigenen Gelder. Einige Abgeordnete des SP sprachen auch von Misswirtschaft an der PhilFak. Die Auswirkungen waren nach Bekanntwerden sofort spürbar: Module, die nicht mehr angeboten werden, größere Seminare, und viele entlassene SHKs (Studentische Hilfskräfte). Auch hier hatte das SP eine entscheidende Rolle, um den Interessen der Studierendenschaft Gehör zu verschaffen – der Antrag dazu wurde einstimmig angenommen und der PhilFak vorgelegt.
Politische Positionierung
Auch dieses Jahr beschloss das SP eine Reihe von politischen Positionspapieren. In mehreren hitzigen Debatten wurde sich oft über Formulierungen und Positionen gestritten. Dazu gehört wie jedes Jahr ein Positionspapier gegen Antisemitismus, einen Antrag gegen Werbung der Bundeswehr auf dem Campus, sowie eine Forderung jährlich an den achten Mai zu erinnern. Auch ist immer wieder Gegenstand der Debatten, wie sich der AStA auch außerhalb der Hochschulpolitik positionieren soll. Dahinter steckt nicht nur die inhaltliche Ausrichtung des Referates für politische Bildung, sondern die Debatte über die politische Arbeit des AStA. Dazu gehören auch Organisation von politischen Protesten oder anderen Aktivismus.
Ausblick
Insgesamt gab es im SP einige Diskussionen über die hochschulpolitische Lage. Die Finanzierung war immer wieder ein wichtiges Thema. Es zeigt sich wiederholt die Relevanz einer Studierendenvertretung in der Hochschullandschaft. Die nächsten Wahlen finden zwischen dem 19. und 22. Januar statt. Die Abstimmung findet an mehreren Wahlurnen statt, die überall auf dem Campus verteilt sind. Die Verteilung der Sitze ergibt sich nach dem Verhältniswahlrecht. Mehr Informationen zu den Standorten der Urnen und den wählbaren Listen werden zeitnah hier veröffentlicht. Wahlberechtigt ist jeder Studierende der Universität Bonn.
