Memoria – Live im CBE
Bild: bonnFM / Antonia Kametz

Memoria – Live im CBE

Die Reggaeton/Dancehall Gruppe Memoria war auf einer kleinen Wintertour und am 29.12.2018 im Club Bahnhof Ehrenfeld in Köln zu sehen. bonnFM war dabei und fasst für euch ein paar Eindrücke zusammen.

Es ist dunkel im Club Bahnhof Ehrenfeld und die Nebelmaschine geht an. Nachdem die Vorgruppe Zuluman & Rhine Fayah Band das Publikum schon ordentlich in Reggae Stimmung versetzt hat, ist nun Zeit für den Hauptact des Abends: Memoria. Neben dem ‚klassischen‘ Band-Equipment wie Bass, Schlagzeug, Keyboard und Gitarre sind auf der Bühne auch Posaune und Saxophon zu sehen, die auch gleich zu Beginn des Konzerts zum Einsatz kommen. Insgesamt wird schnell klar, dass jedes Instrument auf dieser Bühne seinen ganz eigenen Charme hat, als jedes der Bandmitglieder*innen mit diversen Solomomenten das Publikum begeistert. Es wirkt sehr locker und vertraut, wenn die acht Bandmitglieder zusammen auf der Bühne stehen. Das, was sie in ihrem Lied „Family“ beschreiben, glaubt jeder, der sie einmal live gesehen hat, sofort. So fangen Greta (Saxophon und Gesang) und Chaski (Posaune und Gesang) plötzlich während des Konzerts an miteinander zu tanzen und zu feiern. Und es funktioniert, das Publikum lässt sich mitreißen. Neben Party und Rumspringen auf der Bühne gab es auch mehrere ruhigere Momente, in denen vor allem Greta (Gitarre und Gesang) mit ihrer ruhigen, souligen Stimme beeindruckte.

„Das ist ein unglaubliches Gefühl, das erste Mal in Köln im ausverkauften CBE gespielt zu haben“

Auf ihr Konzert kann die Gruppe demnach als Erfolg zurückblicken, besonders wenn man die Geschichte der Acht betrachtet. Memoria besteht aus den Brüdern Chaski und Inti, den Schwestern Greta, Eva (Saxophone und Gesang), Alma (Keyboard und Gesang) und René (Gitarre), Emil (Schlagzeug) und Rafael (Bass). Bei so vielen Mitgliedern kann man sich vorstellen, dass es auf der Bühne nicht so schnell langweilig wird. Nach den ersten Auftritten im Jugendzentrum in Köln Mülheim ging es für Memoria schnell auf die die großen Bühnen der Reggae-Festivals, wie dem SummerJam oder dem Ruhr-Reggae-Summer. In ihren Liedern thematisieren und fordern sie Gleichheit zwischen Menschen und sprechen über die Kluft, die zwischen Arm und Reich herrscht. Die Band selbst ist kulturell gemischt und repräsentiert Lateinamerika und Europa – vor allem aber auch das Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Welten, ihren persönlichen Kampf dagegen und den Versuch dieses zu überwinden. In ihrer Musik spiegelt sich dieses Thema unter anderem in den Liedern „Babylon“ und „Warrior“ wieder, in denen sich auch das Publikum am Samstagabend sehr textsicher zeigte.

Insgesamt spielte Memoria für ihre Fans ein zweistündiges Set am 29.12.18 im Club Bahnhof Ehrenfeld. Köln war die letzte Station ihrer kleinen Wintertour und mit einem ausverkauften Club doch kein schlechter Abschluss, möchte man meinen.

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