Bonn geht Blutspenden
Bild: pixabay

Bonn geht Blutspenden

Lesezeit: 2 Minuten

Das Blutspendezentrum in Bonn verzeichnet zurzeit deutlich weniger Blutspenden, als im vergangenen Jahr. Zur geregelteren Terminvergabe und besserem Schutz gibt es nun eine Telefon Hotline. Beim Blutspenden gibt es ein paar Dinge zu beachten und neue Regelungen bezüglich Covid-19.

Auch jetzt, während Covid-19 uns täglich begleitet, sollte das Thema Blutspenden nicht unter den Tisch gekehrt werden. Das Blutspendezentrum Bonn hat nun eine Telefon Hotline (0228/287 147 80) eingerichtet, bei der man sich unbedingt melden muss, wenn man einen Termin vereinbaren will. Hier geht es um Organisation, aber natürlich auch um Hygiene. Werktags kann man dort zwischen 8:30 und 14 Uhr anrufen. Die Hotline kann neben der Terminvergabe auch zur Information über Blutspenden genutzt werden.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Blutspenden ist nicht gefährlich oder kompliziert. Einen Termin bekommt jeder, der zwischen 18 und 68 Jahre alt ist. Wer zum ersten Mal spendet, darf nicht älter als 60 Jahre sein. Ansonsten sollte man mindestens 50 Kg auf die Waage bringen. Sehr wichtig aufgrund der aktuellen Situation ist, dass, wer sich auch nur leicht kränklich oder angeschlagen fühlt, nicht als Spender*in in Frage kommt. Auch wer kürzlich eines der Risikogebiete besucht hat, also im Ausland war, darf vier Wochen lang nicht zur Blutspende kommen. Wer Kontakt zu Corona Erkrankten oder Verdachtsfällen hatte, wird vier Wochen lang als Spender*in zurückgestellt. Wenn man vorbildlich die letzten Wochen auf seinem Sofa verbracht hat, sollte man also auf der sicheren Seite sein, es sei denn die Mitbewohner*in ist gerade aus dem Ausland zurückgekehrt oder vielleicht sogar erkrankt.

Blutspenden, wichtiger denn je

Gerade jetzt, anlässlich der Corona Krise, sind kontinuierliche Blutspenden unverzichtbar. Bei der Behandlung von Patient*innen ist der Einsatz von Spenderblut nichts Ungewöhnliches. Viele Routine Operationen drohen beispielsweise verschoben zu werden, falls der Vorrat nicht ausreicht. Laut des Deutschen Roten Kreuz, ist der größte Teil der Bevölkerung einmal im Leben auf Spenderblut angewiesen. Ob bei Krebspatienten, einer Sportverletzung oder sogar bei Geburten, kann man die Wichtigkeit von gespendetem Blut auf keinen Fall verleugnen. Ein Punkt, den man hier ebenfalls beachten muss, ist die begrenzte Haltbarkeit von Blut. Man benötigt regelmäßig neue Spenden und frisches Blut, da dieses nach circa 42 Tagen nicht mehr länger gelagert werden kann. Außerdem ist es derzeit unklar, wie viele Menschen in Zukunft noch als Spender*innen in Frage kommen. Das kommt drauf an, wie die Infizierungen in der Bevölkerung nach oben schnellen und wie sich das Virus auf das Blut auswirkt. Dazu gibt es auch regelmäßig neue Erkenntnisse und Tests. 

Also, keine Angst vorm Spender sein, wer gesund und fit ist, geht kein Risiko ein. Man muss ja nicht hingucken und kann stattdessen lieber daran denken, dass man gerade etwas Gutes tut. Auch die Lieblingsschokolade und eine Flasche Kola in der Tasche helfen super, wenn der Kreislauf ein bisschen absacken sollte. Wer nicht Blutspenden darf, kann trotzdem Freund*innen motivieren das zu tun, oder Texte und Informationen dazu auf Social Media teilen.

Ich schenk dir meine Antikörper: Blutplasma spenden

Wer Corona hatte und vollständig genesen ist, kann Blutplasma spenden. Diese Spender*innen werden dringen gesucht. Nachdem man Corona auskuriert hat, enthält das Blutplasma Covid-19 Antikörper. Diese werden bei der Behandlung schwerer Krankheitsverläufe im Zusammenhang mit dem Virus benötigt.  Hier ist es wichtig sich per Mail an blutspende@ukbonn.de zu wenden. Voraussetzung ist, dass man vier Wochen Symptomfrei ist, was auch durch einen Rachenabstrich bewiesen sein muss. Außerdem darf keine Schwangerschaft vorliegen oder eine Bluttransfusion in den letzten Wochen. Das entnommene Blutplasma wird natürlich untersucht, beispielsweise ob überhaupt genug Antikörper enthalten sind. Auch hier wird kein Risiko eingegangen. 

Vier von fünf Menschen in Bonn/Rhein-Sieg brauchen einmal Spenderblut, jeder kann hier also mithelfen.