Beethoven Moves! – Klassik trifft Jugendkultur
Bild: Judith Döker

Beethoven Moves! – Klassik trifft Jugendkultur

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Klassische Musik und moderne Beats – bei „Beethoven Moves!“ treffen zwei Welten aufeinander. Zum Beethoven-Jubiläum wird die berühmte 5. Sinfonie von Jugendlichen aus Bonn und Kolumbien ganz neu interpretiert. 

Beatboxing, Breakdance, Graffiti – junge urbane Kunstformen passen auf den ersten Blick überhaupt nicht zu Beethovens klassischer Musik. Aber der Eindruck täuscht. Schließlich war Beethoven ein Künstler, der mit seiner Musik Grenzen ausgetestet und erweitert hat und dabei auch sehr gesellschaftskritisch war. Anlässlich des 250. Geburtstages des berühmten Komponisten findet in Bonn dieses Jahr das Projekt „Beethoven Moves!“ statt, bei dem die klassische Musik in unsere heutige Zeit geholt wird. 

„Wir sprechen junge Menschen an, die Beethovens 5. Sinfonie mit ihren Kunstformen interpretieren können“, sagt die künstlerische Leiterin Rita Baus. Getragen wird das Projekt von der DonBosco-Mission, die sich für Straßenkinder in Kolumbien einsetzt. Gemeinsam mit dem Bonner Beethoven-Orchester und weiteren Künstlerinnen und Künstlern entwickeln Jugendliche aus der kolumbianischen Stadt Medellín und aus Bonn eine kreative Show rund um Beethovens 5. Sinfonie, die sogenannte „Schicksalssinfonie“.

Mit Körper und Stimme Beethoven neu erleben

Der erste Workshop des Projektes hat bereits stattgefunden. Gemeinsam mit den Musikern und Coaches haben sich die Bonner Jugendlichen ausprobiert, erste Ideen zu Beethovens Musik entwickelt und diese mit Schauspiel, Tanz und Malerei zum Ausdruck gebracht. Durch diesen Prozess nähern sich die Teilnehmenden von „Beethoven Moves!“ langsam der 5. Sinfonie an. Dabei stehen immer ihre eigenen Ideen im Vordergrund, die sie individuell zum Ausdruck bringen können.

Um der klassischen Musik zu einem mitreißenden Beat zu verhelfen, ist auch Beatboxer Mando mit im Team. Er hat den Jugendlichen schon erste Basics zum Beatboxing beigebracht. „Die lernen quasi ein komplett neues Instrument.“ Mando ist sich aber sicher, dass die TeilnehmerInnen dieser Aufgabe gewachsen sind. „Wir schauen dann, wie man das mit den anderen Kunstformen verbinden kann. Am Ende wird da ein tolles Werk draus werden.“ Teilnehmerin Sophia findet gerade diese Mischung der verschiedenen Kunstformen spannend: „Man kann hier so viele verschiedene Talente miteinander vereinen, und da ist dann auch eine Message dahinter.“ 

Bild: Judith Döker

Die Show als gemeinsamer Prozess

Bei „Beethoven Moves!“ geht es in erster Linie um das gemeinsame Erleben und Interpretieren der Musik. Das betont auch der Regisseur des Projektes Anselm Dalferth. „Wir möchten gemeinsam rausfinden, welche Themen in der Beethoven-Sinfonie stecken und was es bedeutet, heutzutage aufzustehen und sich für eine Sache einzusetzen.“ Ganz besonders freut er sich auf die Abschlussperformance im August. „Wenn dann alles zusammenkommt, dann wird es das nochmal auf eine andere Stufe heben.“

Bis dahin ist aber noch Einiges zu tun. Es wird noch viele Workshops und gemeinsame Proben in Bonn geben. Parallel arbeiten auch die Jugendlichen in Medellín an ihrer Performance. Im Laufe des Projektes wird dann alles zusammengeführt und im August treten die Jugendlichen aus Medellín und Bonn gemeinsam mit dem Beethoven-Orchester in einer großen Abschlussperformance auf. 

Lust mitzumachen?

Am 29. Februar gibt es nochmal die Chance das Projekt kennenzulernen. Auch neue Teilnehmende können dann noch dazustoßen. Mitmachen können alle zwischen 16 und 21 Jahren, die Lust haben, sich kreativ mit Beethovens Musik auseinanderzusetzen und ihre Talente mit einzubringen. 

Alle Infos unter www.beethoven-moves.de