„Könnt ihr mich hören?“: Das war die 3. Sitzung des 42. Studierendenparlaments
bild: Studierendenparlament

„Könnt ihr mich hören?“: Das war die 3. Sitzung des 42. Studierendenparlaments

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Nicht nur der Lehrbetrieb der Universität läuft zurzeit online, auch das Studierendenparlament hat seine Sitzungen an die Umstände angepasst. Per Videochat diskutierten die Teilnehmenden neue Gremien, besetzten Stellen und diskutierten über das Lieblingsthema der Bonner – Schwimmbäder.

Bereits zum zweiten Mal wurde am Montag die Sitzung des Bonner Studierendenparlaments per Videokonferenz abgehalten. Die Plattform Big Blue Button ermöglichte es dem 42. Bonner SP trotz der Corona-Pandemie zusammen zu kommen und über aktuelle hochschulpolitische Belange zu diskutieren. Zugunsten des Datenschutzes hatte sich das Präsidium des Studierendenparlaments schon für die erste online-Sitzung am 6. Mai für das OpenSource-Programm Big Blue Button entschieden.

Technische Hürden

Um sicher zu gehen, dass die gewählten Mitglieder des Studierendenparlaments tatsächlich selbst vor dem Rechner saßen, begann die Sitzung mit der Identifizierung der Teilnehmer*innen mithilfe ihrer Webcams. Anschließend wurden die Kameras wieder deaktiviert, um die Kapazität des Servers nicht unnötig zu belasten. So hatten immer nur die aktuell zum Tagesordnungspunkt sprechenden Mitglieder ihre Webcam und ihren Ton angeschaltet. Von kleineren technischen Aussetzern und diversen „Kann man mich hören?” abgesehen, ließ sich auf diese Art eine weitestgehend reibungslose Sitzung abhalten. Allerdings war dafür auch Kreativität gefragt: Um etwa Kay Frenken, dem Sprecher des SP, zu signalisieren, dass man einen Geschäftsordnungs-Antrag stellen möchte, musste man seinen BBB-Status auf „verwirrt” setzen. Wenn ein Mitglied etwas sagen wollte, musste es auf „Hand heben” klicken. Und statt mit der Tischnachbarin zu flüstern, musste digital die Chat-Funktion herhalten.

Neues Schlichtungsgremium

Wie gewohnt begann die Sitzung mit Berichten aus den verschiedenen universitären Gremien. Hierbei wurde unter anderem bekannt gegeben, dass das neue Schlichtungsgremium der Studierendenschaft seine Arbeit aufgenommen hat. Dieses Gremium ist der Nachfolger des Ältestenrats und in Zukunft bei Konflikten zwischen verschiedensten Gremien der verfassten Studierendenschaft zur Stelle.

Stelle der Öffentlichkeitsbeauftragten besetzt

Zu den Tagesordnungspunkten zählte unter anderem die Wahl einer neuen Öffentlichkeitsbeauftragten für das Studierendenparlament. Es handelt es sich dabei um ein neu geschaffenes Amt, das die AKUTextra ersetzt. Zur Besetzung der Stelle fand eine angeregte Debatte statt, in der die Bewerber*innen die Möglichkeit hatten, sich selbst vorzustellen und ihre Qualifikationen für das Amt darzulegen. Die Mehrheit stimmte für Paula Tegeler als Öffentlichkeitsbeauftragte. Die Studentin der Fächer Anglistik und Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaften wird zukünftig dabei helfen, die Arbeit des Studierendenparlaments sichtbarer zu machen.

Außerdem wurden im Verlauf des Abends ein Ausschuss für Geschlechtergerechtigkeit und ein Ausschuss für Mobilität ins Leben gerufen.

Bonner Schwimmbad soll in Uninähe bleiben

Zu später Stunde wurde dann noch über den zukünftigen Standort des Bonner Hallenbads debattiert. Hierbei wurde ein von der Juso-Hochschulgruppe eingebrachter Antrag zum Erhalt des Standorts Frankenbad mehrheitlich angenommen. Um kurz nach 12 wurde die Sitzung geschlossen.